Oktober 7, 2008 von kristina22
Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert.
Auch Schüler/innen mit Hauptschulabschluss können aufgenommen werden, sofern sie zusätzlich über eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer verfügen oder die Erlaubnis als Altenpflegehelfer/in bzw. Krankenpflegehelfer/in vorlegen oder eine erfolgreich abgeschlossene landesrechtlich geregelte Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe absolviert haben.
Vor Ausbildungsbeginn muss die gesundheitliche Eignung für den Beruf durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Für die Ausbildung wird
ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt:
oder
eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert
oder
der Hauptschulabschluss und eine zusätzliche mindestens zweijährige Berufsausbildung
oder
der Hauptschulabschluss und die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung Altenpflegehelfer/in oder Krankenpflegehelfer/in führen zu dürfen
oder
der Hauptschulabschluss und eine landesrechtlich geregelte erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflegehilfe bzw. der Krankenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Zulassungsbeschränkungen in Form von Wartezeiten oder Losverfahren sind an Altenpflegeschulen selten, jedoch möglich, wenn die Anzahl der Bewerber/innen die Aufnahmekapazitäten übersteigt. Die fachliche und persönliche Eignung wird meist anhand der schriftlichen Bewerbungsunterlagen und in einem persönlichen Gespräch geprüft. Gelegentlich werden auch schriftliche Aufnahmeprüfungen durchgeführt.
Darüber hinaus kann der schulische Leistungsstand entscheidend sein, wobei viele Schulen Wert auf die Noten in bestimmten Fächern, zum Beispiel den naturwissenschaftlichen, legen.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Die Ausbildung dauert in Vollzeit 3 Jahre, in Teilzeit maximal 5 Jahre. Vollzeitpflegeausbildungen, bei denen man einen weiteren Abschluss oder auch zwei weitere Abschlüsse erwirbt, dauern insgesamt 3 1/2 Jahre.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Worauf man sich einstellen sollte
Theorie: Unterricht an der Schule
Während ihrer Ausbildung eignen sich die angehenden Altenpfleger/innen neben der praktischen Pflegeerfahrung auch umfangreiches theoretisches Basiswissen an. Während der Unterrichtsblöcke oder Studientage gehen sie – zusammen mit anderen Altenpflegeschülern und -schülerinnen – zur Schule. Das Lernspektrum ist breit. Es reicht von Gesundheits- und Krankenpflege alter Menschen über pflegerelevante Themen aus Recht, Politik oder Ethik bis hin zu Arbeitsmethodiken und Lerntechniken.
Für ihr Lernen sind die Schüler/innen, die oft nicht mehr bei ihren Eltern, sondern am Ort der Altenpflegeschule wohnen, selbst verantwortlich. Um bei den regelmäßigen Leistungsnachweisen in Form von Schulaufgaben, Kurzarbeiten und Extemporalen entsprechende Leistungen erzielen zu können, müssen die Inhalte des theoretischen Unterrichts in der Regel zu Hause aufgearbeitet werden. Der handlungsorientierte Unterricht befähigt und unterstützt sie, nicht nur Eigenverantwortung, sondern auch Verantwortung für die ihnen anvertrauten Senioren übernehmen zu können.
Komplexe Unterrichtsthemen erarbeiten sich die Schüler/innen in Form von Projekten im Team.
Praxis: Ausbildung in der Altenpflegeeinrichtung
Die praktischen Anteile der Ausbildung nehmen innerhalb der Ausbildungszeit den größeren Raum ein. Die Schüler/innen absolvieren sie in der Regel in verschiedenen stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe und Altenpflege, wobei viele alte Menschen in ihrem privaten häuslichen Umfeld betreut werden. Auch Krankenhäuser und Kliniken mit geriatrischen Stationen kommen für die praktische Ausbildung in Betracht.
Die angehenden Altenpfleger/innen sammeln zunächst Erfahrungen in vielen verschiedenen Bereichen wie der Körperpflege alter Menschen, der Durchführung ärztlicher Verordnungen, dem Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen oder der Unterstützung von Senioren bei der Lebens-, Tages- und Wohnraumgestaltung. Dabei lernen sie auch ihren künftigen Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit medizinischem und anderem Pflegepersonal kennen. Mit fortgeschrittener Erfahrung lernen die Schüler/innen auch, schwerstkranke und sterbende Menschen zu pflegen. Durch den Wechsel an verschiedene Arbeitsstationen erhalten sie Gelegenheit, sich umfangreiches Wissen anzueignen und Erfahrungen auf vielen Gebieten zu sammeln. Sie lernen flexibel und verantwortlich für die Patienten zu arbeiten, sich jederzeit die nötigen Informationen zu beschaffen und schnell Lösungsmöglichkeiten für auftauchende (Pflege-)Probleme zu finden.
Begleitet und eingearbeitet werden die angehenden Altenpfleger/innen von den Fachkräften der Einrichtung und von Ausbildern der Altenpflegeschule. Verantwortung für die ihnen übertragenen Tätigkeiten tragen sie in der Regel selbst. Aufmerksamkeit und Konzentration sind dabei besonders wichtig: Ändert sich der Zustand eines Pflegebedürftigen, den sie überwachen, müssen sie sofort reagieren, damit die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Ob in stationären Einrichtungen oder bei ambulanten bzw. mobilen Pflegediensten: Altenpfleger/innen pflegen und betreuen hilfsbedürftige ältere Menschen mit unterschiedlichem Gesundheitszustand und müssen auf die individuellen Bedürfnisse eingehen.
Da Patienten oder Bewohner häufig rund um die Uhr betreut bzw. beobachtet werden müssen, sind Altenpfleger/innen insbesondere in Heimen und Krankenhäusern im Schichtdienst auch nachts und am Wochenende tätig. Sie richten ihren Arbeitsablauf nach Pflege- und Behandlungsplänen. Wegen häufiger Schichtwechsel dokumentieren sie jede Pflegemaßnahme genau. Nur so wissen die Kollegen und Ärzte der nächsten Schicht, was zu tun ist. Wenn sie verwaltende Arbeiten ausführen, z.B. Berichte abfassen und Pflegeleistungen abrechnen, sind sie im Büro am Computer tätig.
In der Regel sorgen Altenpfleger/innen für mehrere Patienten und sind fast den ganzen Tag auf den Beinen. Manche Tätigkeiten, wie das korrekte Lagern bettlägeriger Menschen, sind zum Teil mit hohem Körpereinsatz verbunden. Sie stehen bei pflegerischen Tätigkeiten in unmittelbarem körperlichen Kontakt mit den Patienten, unterstützen diese beim Toilettengang und versorgen deren Wunden. Um sich und die Patienten vor Infektionen zu schützen, gehen sie nach den Hygienevorschriften vor und tragen ggf. Schutzkleidung. Der häufige Umgang mit Desinfektions- und Hautpflegemitteln kann zu Hautreizungen führen. Altenpfleger/innen sind oft auch seelischen Belastungen ausgesetzt, etwa wenn sie Sterbende begleiten oder Verstorbene versorgen.
Sie arbeiten im Team oder allein verantwortlich. Ihre Aufgaben erfüllen sie nach Anweisungen der behandelnden Ärzte und Ärztinnen. Trotz Zeitdruck sollten sich Altenpfleger/innen neben ihrer pflegerischen Arbeit immer wieder Zeit für ein Gespräch, ein Spiel oder einen Spaziergang mit den älteren Menschen nehmen, denn manche von ihnen sind sehr einsam, andere haben keinen Lebensmut mehr. Hier ist vor allem Einfühlungsvermögen gefragt. Insbesondere im Umgang mit dementen oder psychisch erkrankten Patienten ist Geduld erforderlich.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Damit ältere Menschen trotz Gebrechen oder Krankheit ein aktives und weitgehend noch selbstbestimmtes Leben führen können – sei es in der eigenen Wohnung oder in einem Pflegeheim – ist oft die Pflege und Betreuung im Sinne einer ganzheitlichen Hilfe durch Altenpfleger/innen erforderlich. Diese planen je nach individuellen Bedürfnissen der zu betreuenden Personen den Pflegeprozess. Die auf dieser Grundlage eingeleiteten Maßnahmen dokumentieren sie und werten sie aus. Dies ist wichtig, z.B. um die Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung korrekt durchzuführen und auch nachprüfbar festzuhalten. Beispielsweise messen sie Puls und Temperatur, wechseln Verbände, verabreichen Medikamente, kontrollieren die Flüssigkeitsbilanz und lagern bettlägerige Personen fachgerecht. Altenpfleger/innen benötigen in ihrem Beruf, den sie in Altenpflegeheimen sowie bei ambulanten Pflegediensten ausüben, neben einem Interesse an Medizin und einer guten Konstitution vor allem Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit, Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Achtung vor dem Leben.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Altenpfleger/innen behandeln ältere Menschen nicht nur, sondern sie beobachten ihre Krankheitsverläufe über einen längeren Zeitraum und versuchen, selbstständige Kompetenzen der zu Pflegenden zu erhalten bzw. zu aktivieren – auch im Sinne einer Rehabilitation. Dazu führen sie z.B. Bewegungstrainings durch. Je nach Bedarf helfen sie im Rahmen der Grundpflege bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen, bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln und bei der Essensaufnahme. Im psychosozialen Bereich betreuen und beraten Altenpfleger/innen ältere Menschen in vielfältiger Weise. Sie gestalten Feste, Ausflüge und Veranstaltungen selbstständig oder in Zusammenarbeit mit den Senioren. Sie fördern und verbessern durch geeignete Maßnahmen die Kommunikation der älteren Menschen untereinander und bieten helfende Gespräche an, um zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern und einer Isolation und Vereinsamung vorzubeugen. Dabei gehen sie auch auf mögliche kulturelle Besonderheiten bei Menschen mit Migrationshintergrund ein. Besonders in der häuslichen Pflege unterweisen Altenpfleger/innen Familienangehörige in Pflegetechniken, etwa korrektes Lagern, und im Gebrauch von Hilfsmitteln. Auch das Begleiten Sterbender und das Versorgen Verstorbener gehört zum altenpflegerischen Aufgabenbereich.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Altenpfleger/innen arbeiten hauptsächlich in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern, in Pflege- und Rehabilitationskliniken, bei Kurzzeitpflegeeinrichtungen mit pflegerischer Betreuung oder bei Tages- und Hauskrankenpflegediensten. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Altenwohn- und -pflegeheime, ambulante soziale Dienste, paritätische Verbände mit angeschlossenem Pflegedienst, Wohnheime für behinderte Menschen oder Seniorenberatungsstellen. Darüber hinaus sind Altenpfleger/innen in Privathaushalten tätig, z.B. bei der Betreuung von Seniorenwohngemeinschaften oder pflegebedürftigen Angehörigen. Gelegentlich arbeiten sie auch in der Pflegeberatung bei Seniorenorganisationen, an Pflegestützpunkten oder in Diakonien mit angeschlossenem Altenpflegedienst.
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Oktober 7, 2008 von kristina22
Die Auszubildenden erhalten ein Ausbildungsentgelt. Werden sie an Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, ausgebildet, erhalten sie folgende Entgelte:
1. Ausbildungsjahr: € 807
2. Ausbildungsjahr: € 867
3. Ausbildungsjahr: € 966
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