Worauf man sich einstellen sollte
Theorie: Unterricht an der Schule
Während ihrer Ausbildung eignen sich die angehenden Altenpfleger/innen neben der praktischen Pflegeerfahrung auch umfangreiches theoretisches Basiswissen an. Während der Unterrichtsblöcke oder Studientage gehen sie – zusammen mit anderen Altenpflegeschülern und -schülerinnen – zur Schule. Das Lernspektrum ist breit. Es reicht von Gesundheits- und Krankenpflege alter Menschen über pflegerelevante Themen aus Recht, Politik oder Ethik bis hin zu Arbeitsmethodiken und Lerntechniken.
Für ihr Lernen sind die Schüler/innen, die oft nicht mehr bei ihren Eltern, sondern am Ort der Altenpflegeschule wohnen, selbst verantwortlich. Um bei den regelmäßigen Leistungsnachweisen in Form von Schulaufgaben, Kurzarbeiten und Extemporalen entsprechende Leistungen erzielen zu können, müssen die Inhalte des theoretischen Unterrichts in der Regel zu Hause aufgearbeitet werden. Der handlungsorientierte Unterricht befähigt und unterstützt sie, nicht nur Eigenverantwortung, sondern auch Verantwortung für die ihnen anvertrauten Senioren übernehmen zu können.
Komplexe Unterrichtsthemen erarbeiten sich die Schüler/innen in Form von Projekten im Team.
Praxis: Ausbildung in der Altenpflegeeinrichtung
Die praktischen Anteile der Ausbildung nehmen innerhalb der Ausbildungszeit den größeren Raum ein. Die Schüler/innen absolvieren sie in der Regel in verschiedenen stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe und Altenpflege, wobei viele alte Menschen in ihrem privaten häuslichen Umfeld betreut werden. Auch Krankenhäuser und Kliniken mit geriatrischen Stationen kommen für die praktische Ausbildung in Betracht.
Die angehenden Altenpfleger/innen sammeln zunächst Erfahrungen in vielen verschiedenen Bereichen wie der Körperpflege alter Menschen, der Durchführung ärztlicher Verordnungen, dem Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen oder der Unterstützung von Senioren bei der Lebens-, Tages- und Wohnraumgestaltung. Dabei lernen sie auch ihren künftigen Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit medizinischem und anderem Pflegepersonal kennen. Mit fortgeschrittener Erfahrung lernen die Schüler/innen auch, schwerstkranke und sterbende Menschen zu pflegen. Durch den Wechsel an verschiedene Arbeitsstationen erhalten sie Gelegenheit, sich umfangreiches Wissen anzueignen und Erfahrungen auf vielen Gebieten zu sammeln. Sie lernen flexibel und verantwortlich für die Patienten zu arbeiten, sich jederzeit die nötigen Informationen zu beschaffen und schnell Lösungsmöglichkeiten für auftauchende (Pflege-)Probleme zu finden.
Begleitet und eingearbeitet werden die angehenden Altenpfleger/innen von den Fachkräften der Einrichtung und von Ausbildern der Altenpflegeschule. Verantwortung für die ihnen übertragenen Tätigkeiten tragen sie in der Regel selbst. Aufmerksamkeit und Konzentration sind dabei besonders wichtig: Ändert sich der Zustand eines Pflegebedürftigen, den sie überwachen, müssen sie sofort reagieren, damit die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können.